Ist es nicht komisch wieviele Handlungsanweisungen es mittlerweile für Bitcoin ging. Verbinde ja keine Adresse mit Nostr, nutze keine Börsen sonst wirst du in 5 Jahren durch einen Datenleak gekidnappt oder der Staat nimmt es dir über Steuern weg, achte auf deine Wechseladresse, mache Coinjoin, swappe für mehr Privatsphäre zu Lightning, wenn möglich immer Non-Custodial, Cashu ist noch bessere Privatsphärelösung, aber nicht zu viel sonst wirst du gerugpulled, ich könnte diese Ratschläge unendlich fortführen... Bitcoin befindet sich längst in einem goldenen Käfig und ist nur noch für Menschen als Freiheitstool nutzbar, die ein 2-3 jähriges Studium hinter sich haben. Niemand hat gesagt es wird leicht und trotzdem glaube ich mehr und mehr daran, dass die Masse durch Bitcoin mehr überwacht werden wird, als durch das jetzige Fiat-System.

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Wir brauchen einfach mehr Chaos in der Ordnung was uns Entropie bringen wird. Ordnung ist ein temporärer, hart erkämpfter Zustand. Das Chaos (die Entropie) gewinnt am Ende immer, weil es statistisch einfach viel mehr Wege gibt, chaotisch zu sein, als ordentlich zu sein. Also sollten wir weniger Regeln befolgen, die Staaten und andere Angreifer benötigen, um uns auf den Sack zu gehen. Ich Will Chaos!
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rieger_san 2 months ago
90% von dem zeug was du gerade aufgezählt hast ist aktuell vollkommen irrelevant. Es scheint dir nur extrem relevant weil du ganz tief im rabbit hole sitzt. Auftaucht atmen das Leben genießen. Und plötzlich merkt man das man viel zu tief abgetaucht war und das 80-90% der aktuellen Entwicklung in sämtlichen Podcasts, Blocktrainer etc. auf lange Sicht unbedeutend sind. Ich vor mittlerweile 2 Jahren aufgehört Bitcoin podcast zu hören und gehe auch auf keine Konferenzen mehr. Es gibt einfach nichts neues was weltbewegend wäre aktuell.
Imho liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte eurer beiden Aussagen: Wir sind weit gekommen, dennoch scheint es so als wenn Bitcoin, die Nutzung und das gesellschaftliche Verständnis all dessen irgendwo zwischendrin komisch abgebogen ist, das Narrativ teils gekapert scheint und die Musik grade am falschen Ende spielt. Ich würde auch sagen, dass es keine generelle Sicht darauf gibt und diese Perspektiven und Fragestellungen nur auf persönlicher Ebene beantwortet werden können: "Bitcoin is different things to different people" und Adaption findet eine Person nach der amderen statt, hat verschiedenste Abstufungen und ist trotzdem mehr eine Einbahnstraße als ein Spektrum. Ich kenne immer mehr Leute, die sich dafür aus unterschiedlichsten Gründen interessieren — und dennoch ist die tech ische Hürde wie von Manu angesprochen dann oftmals eine Bremse, Dinge scheinen plötzlich kompliziert und trotzdem ist jeder selbst verwahrte Satoshi auch Anreiz für die Steigerung der persönlichen Souveränitat, nicht nur auf's Monetäre bezogen. Lange Rede, kurzer Sinn: ich sehe valide Publte in beiden Ansichten und oszilliere mittlerweile auch stark zwischen diesen Perspektiven. Mein aktuelles Fazit: Bitcoin ist bereit für die Gesellschaft, die Gesellschaft aber noch nicht bereit für Bitcoin.
Plus nicht zu vergessen: alleine die Auseinandersetzung mit Bitcoin, dem Ethos und den Idealen, bringt einen auf persönlicher Ebene weiter und dazu, die richtigen Fragen zu stellen.