In Russland nach dem Fall des Zaren haben sich sofort freiheitliche spontane Vereine etc gebildet, die die Gesellschaft am funktionieren hielten.
Die Bolschewiken kamen und zerstörten dies. Wie es endete wissen viele scheinbar nicht mehr: Im Hungertod vieler Millionen Menschen und einer anfänglichen Koalition der Sowjets mit den Nazis. Spoiler: Nazideutschland war keine freiheitlich geschaffene Gruppe sondern ein System, dass in erster Linie dadurch ermöglicht wurde, dass es einen Staat gab, der das Eigentum seiner Bürger enteignete. Ebenso die Sowjets.
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Replies (3)
Spontane Vereine. Du meinst die Warlords, die während des Bürgerkriegs ab 1918 Gebiete kontrollierten und sich gegenseitig abschlachteten. Keine 150 Jahre Frieden, sondern Chaos. Die Bolschewiki haben nicht Harmonie zerstört, sondern Chaos in neue Diktatur verwandelt.
Und Weimar enteignete niemanden. Eigentum war da, Verfassung war da, das war kein Sozialismus. Dass die Nazis an die Macht kamen, lag nicht an einem enteignenden Staat, sondern an einer Demokratie, die ihre Gegner nicht mehr schützte.
Die Geschichte passt nicht ins Narrativ. Also wird sie verbogen.
Also du hast echt Probleme mit dem Lesen. Wo schrieb ich, dass Weimar enteignet hat?
Thema Russland, da habe ich gerade sowieso an was geschrieben...
1917 ist der Zar weg. Nicht 1918. Wieder Informationslücke bei dir... Im Jahr 1917 sah es so aus
"Nach dem Sturz des Zaren im März 1917 erlebte Russland eine kurze, aber intensive Phase zivilgesellschaftlicher Blüte. Neben der offiziellen Politik der Provisorischen Regierung und der Sowjets (Räte) bildete sich ein dichtes Netz aus freiwilligen Initiativen.
1. Selbstorganisation und Komitees
Unmittelbar nach der Revolution entstanden überall im Land Komitees der öffentlichen Sicherheit oder Bürgerkomitees. Diese übernahmen oft die lokale Verwaltung, nachdem die zaristische Polizei und Bürokratie zusammengebrochen waren. Sie kümmerten sich um die Lebensmittelversorgung, die Aufrechterhaltung der Ordnung durch eine neu geschaffene Volksmiliz und die Schlichtung von Konflikten.
2. Vereine und Berufsverbände
Es kam zu einem Gründungsboom von Vereinen:
Gewerkschaften und Fabrikkomitees: Arbeiter organisierten sich massenhaft, um Löhne und Arbeitsbedingungen selbst zu verhandeln.
Berufsverbände: Akademiker wie Ärzte (z. B. die Pirogov-Gesellschaft), Lehrer und Ingenieure gründeten Verbände, um Reformvorschläge für das "neue Russland" zu erarbeiten.
Frauenbewegung: Frauenvereine kämpften erfolgreich für das Stimmrecht.
3. Wohltätigkeit und Nothilfe
Angesichts der Kriegesnot und Lebensmittelknappheit spielten Wohltätigkeitsorganisationen eine zentrale Rolle:
Zemstvos (Selbstverwaltungskörperschaften): Diese bereits vor der Revolution existierenden ländlichen Organe weiteten ihre Arbeit massiv aus. Sie organisierten Lazarette, verteilten Saatgut und betrieben Volksküchen.
Private Stiftungen: Wohlhabende Bürger und Kirchenmitglieder engagierten sich in Suppenküchen und Waisenhäusern, um die schlimmsten Folgen zu lindern.
4. Das Ende der Vielfalt
Diese Phase der freien Initiativen endete mit der Oktoberrevolution. Die Bolschewiki begannen bald nach ihrer Machtergreifung, unabhängige Organisationen zu verbieten oder staatlich zu kontrollieren (Gleichschaltung), um ihre Einparteienherrschaft zu sichern.
Du spricht von 1918. Siehe da. Das ist das Jahr in dem wieder ein totalitärer Staat durch die Bolschewiken (was soviel bedeutet wie "Die Mehrheit") etabliert würde der dann wieder unabhängige Organisationen verbot. Du beschreibst also wieder den Staat als Problem ohne es zu merken. Ab 1918 haben dann wieder die Intellektuellen angefangen aufgrund persönlicher Vorteilnahmen den Sozialismus zu befürworten.
Mathe kannste auch nicht. 1918 ist noch gerade 107 Jahre her. 150 passt da also gar nicht rein.
Ich bitte bei der Antwort auch so genau auf meine Argumente einzugehen, wie ich es bei deinen mache. Danke.
Ein Nachtrag noch: Warlords sind Menschen, die andere Menschen durch Zwang für ihre Zwecke nutzen. Genau wie Politiker in einem Staat. Du kannst also scheinbar nichtmal zwischen frei handelnden Individuen und Kollektivismus unter Zwang unterscheiden.