NEUES AUS DER URZEIT
Skelett-Fund lässt Forscher gar Evolution überdenken
Ein Bauer im marokkanischen Atlasgebirge bei Boulemane entdeckte ungewöhnliche Knochen, ohne zu ahnen, dass er damit eine wissenschaftliche Sensation auslöste. Die Fossilien, die er fand, stellten sich als Überreste des „ungewöhnlichsten Dinosaurier der Welt“ heraus und revolutionierten 150 Jahre Evolutionsforschung.
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Ein Bauer im marokkanischen Atlasgebirge bei Boulemane entdeckte ungewöhnliche Knochen, ohne zu ahnen, dass er damit eine wissenschaftliche Sensation auslöste. Die Fossilien, die er fand, stellten sich als Überreste des „ungewöhnlichsten Dinosaurier der Welt“ heraus und revolutionierten 150 Jahre Evolutionsforschung.
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Skelett-Fund lässt Forscher gar Evolution überdenken
Schon vor 295 Millionen Jahren fraßen sich Insektenlarven durch das Innere von urzeitlichen Blättern – rund 40 Millionen Jahre früher als bisher gedacht. Den Beleg dafür liefern fossile Pflanzenblätter aus Thüringen, die im Inneren klar erkennbare Fraßgänge von Insektenlarven aufweisen. Demnach haben sich Insekten mit diesem Minier-Verhalten deutlich früher entwickelt als angenommen. Es handelt sich möglicherweise um Spuren der ältesten Insektenplage der Erdgeschichte.
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Vor 150 Millionen Jahren machten zwei neugeborene Flugsaurier in Süddeutschland ihre ersten Flugversuche – mit tragischem Ausgang: Die Baby-Pterosaurier stürzten ab und starben. Doch ihre im Solnhofener Plattenkalk konservierten Fossilien haben nun ein großes Rätsel dieser berühmten Fossilfundstätte gelöst: Sie erklären, warum dort fast nur kleine, junge Pterosaurier-Exemplare gefunden werden, größere Skelette hingegen kaum.
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Auch unter Dinosauriern gab es schon Infektionen, wie nun 80 Millionen Jahre alte Fossilien aus Brasilien belegen. Die Knochen von mehreren großen Sauropoden zeigen deutliche Spuren einer Osteomyelitis – einer aggressiven Knochenentzündung, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen ausgelöst werden kann. Wahrscheinlich war sie sogar die Todesursache der Tiere. Aber wie steckten sich die Langhalsdinosaurier an?
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Schon vor 140.000 Jahren trafen Vertreter unserer Spezies und Neandertaler aufeinander und zeugten gemeinsame Kinder. Das belegt das fossile Skelett eines fünfjährigen Kindes, das Archäologen in einer Höhle in Israel entdeckt haben. Der Kopf dieses Kindes weist sowohl Merkmale des Homo sapiens wie des Neandertalers auf. Dies belegt, dass sich beide Menschenarten im Nahen Osten schon früher begegneten und miteinander kreuzten als bisher angenommen.
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In Äthiopien entdeckte Zahnfossilien zeugen von zwei noch unbekannten Menschenarten – und einer ungewöhnlichen Koexistenz. Denn einige der 2,6 bis 2,8 Millionen Jahre alten Zähne stammen von einem frühen Vertreter der Gattung Homo, andere hingegen von einem Australopithecus – einem zu diesem Zeitpunkt als längst ausgestorben geltenden Vormenschen. Diese Region war demnach ein Refugium für beide Menschenformen – sie lebten dort offenbar in Koexistenz, wie das Team in „Nature“ berichtet. Ob diese Vor- und Frühmenschen miteinander konkurrierten oder verschiedene Lebensstrategien hatten, ist noch offen.
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Nach dem Ende der Dinosaurier-Ära haben sich die ersten Primaten woanders entwickelt als gedacht. Statt im tropisch warmen Dschungel entstanden unsere Vorfahren in eher kaltem Klima mit frostigen Wintern, wie eine neue Studie zeigt. Um die kalte Jahreszeit zu überleben, hielten diese Ur-Primaten wahrscheinlich Winterschlaf. Doch überlebt und weiterentwickelt haben sich nur jene Primaten-Arten, die in wärmere Gefilde auswanderten. Ihnen verdanken wir unsere Existenz.
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Ein bei Stuttgart gefundenes Fossil hat sich als neue Art der Meeressaurier entpuppt. Das langhalsige Reptil Plesionectes longicollum schwamm vor 183 Millionen Jahren durch das Jurameer, war über drei Meter lang und ernährte sich wahrscheinlich von Fischen. Der Fund gilt als ältester Plesiosaurier der Region – und gehört sogar einer bislang unbekannten Gattung an.
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In Arizona haben Paläontologen ein komplettes Ökosystem aus der Zeit vor rund 209 Millionen Jahren entdeckt – samt ältestem Flugsaurier Nordamerikas. Dieser war ein gerade einmal taubengroßes Reptil, das bequem auf unserer Schulter hätte landen können. Die versteinerte Lebenswelt umfasst zudem zahlreiche Fische, eine urtümliche Schildkröte und menschengroße Amphibien. Die Fossilien stammen aus der Zeit kurz vor dem Massenaussterben am Ende der Trias – und verraten mehr über das Leben vor der Katastrophe.
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Der massive Schwanz des riesigen Langhals-Dinosauriers Giraffatitan war offenbar alles andere als ein steifes Anhängsel. Wie neue 3D-Analysen zeigen, konnte der Sauropode seinen Schwanz flexibel nach oben und zur Seite biegen und sogar verdrehen – Bewegungen, die ein gemächliches Wedeln, aber auch deutlich komplexere Manöver ermöglichten. Doch wozu nutzte der Urzeitriese diese erstaunliche Beweglichkeit?
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Anders als bei vielen Reptilien stehen die Beine von Säugetieren unter dem Körper statt seitlich – erst dies macht Hund, Pferd und Co zu effizienten Läufern. Doch wie und wann dieser tiefgreifende Wandel der Körperhaltung stattfand, ist seit hundert Jahren eines der großen Rätsel der Paläontologie. Jetzt liefert eine neue Studie überraschende Antworten – und wirft gängige Vorstellungen zum Gang der Säugetiere über Bord.
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„Drachenprinz“-Fossil: Paläontologen haben in der Mongolei ein bisher fehlendes Bindeglied der Tyrannosaurier-Evolution entdeckt – ein Fossil, das den Übergang von kleinen Ur-Tyrannosauriern zu Riesen wie dem Tyrannosaurus rex beleuchtet. Der „nur“ vier Meter große Khankhuuluu mongoliensis lebte vor rund 90 Millionen Jahren und stammt genau aus dieser Übergangszeit, wie die Forschenden in „Nature“ berichten. Er könnte damit unter anderem erklären, wie der Tyrannosaurus rex so riesig wurde.
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Im Osten Australiens haben Paläontologen erstmals den versteinerten Darminhalt eines Sauropoden entdeckt – nie zuvor wurde eine solche fossile Sauropoden-Mahlzeit gefunden. Ihre Zusammensetzung bestätigt, dass die langhalsigen Riesen einst in Massen fraßen und keinen großen Wert auf Kauen legten. Außerdem zeigt das seltene Fossil, welche zum Teil überraschenden Pflanzen einst im Magen des australischen Sauropoden landeten.
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Ein Forschungsteam der Mainzer Universität hat Zähne von einem Tyrannosaurus Rex und anderen Dinos unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: völlig neue Erkenntnisse über die Erde und das Klima.
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Ob Schuppen, Haare oder Federn: Die Haut von Wirbeltieren hat im Laufe der Evolution eine erstaunliche Formenvielfalt hervorgebracht. Doch wann und wie diese Strukturen erstmals entstanden, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Ein fossiles Reptil aus der mittleren Trias liefert nun neue Hinweise: Mirasaura grauvogeli besaß auffällige Hautfortsätze entlang des Rückens, die weder echten Federn noch Haaren entsprechen, ihnen aber trotzdem überraschend ähneln.
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Heute sind Ameisen weltweit verbreitet und dominieren die Ökosysteme, in denen sie vorkommen. In Brasilien haben Paläontologen nun ein bedeutendes Fossil aus der Anfangszeit dieser Erfolgsgeschichte entdeckt: die älteste Ameise der Welt. Das urzeitliche Insekt lebte in der mittleren Kreidezeit vor 113 Millionen Jahren und gehörte zur Gruppe der sogenannten Höllenameisen, die sich durch bizarre Mundwerkzeuge auszeichnete.
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In Spanien haben Paläontologen den vollständigsten Stegosaurier-Schädel Europas entdeckt. Dies hat Folgen für die gesamte Gruppe dieser wehrhaften Pflanzenfresser. Denn der Fund deutet auf die Existenz einer zuvor unerkannten Stegosaurier-Untergruppe hin: der sogenannten Neostegosaurier. Diese Dinosaurier lebten im mittleren und späten Jura unter anderem in Europa. Auch auf den „Zeitstrahl“ der Stegosaurier-Evolution wirkt sich der neue Schädel aus.
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290 Millionen Jahre alte versteinerte Liegespuren aus Thüringen deuten darauf hin, dass schon frühe Säugetierverwandte gemeinsam an schlammigen Tümpeln „chillten“. Die Abdrücke stammen wahrscheinlich von einer Gruppe Dimetrodon teutonis und sind so gut erhalten, dass sie sogar detaillierte Hautabdrücke mit Schuppenmustern zeigen. Ob diese Tiere immer in Gruppen lebten oder sich nur hin und wieder in solchen zusammenfanden, ist allerdings noch unklar.
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Anders als bisher angenommen vertilgte der ausgestorbene Riesenhai Megalodon nicht nur große Beutetiere, wie Analysen fossiler Haizähne enthüllen. Obwohl Otodus megalodon an der Spitze seiner Nahrungskette stand, umfasste sein Speiseplan nicht nur Meeressäuger und andere Haiarten, sondern auch kleinere Beute aus niedrigen Stufen der Nahrungspyramide. Dies widerspricht bisherigen Annahmen und unterscheidet den urzeitlichen Riesenhai auch von seinem Nachfolger, dem Weißen Hai.
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Die letzten Vertreter des Homo erectus könnten ein heute versunkenes Gebiet als Refugium genutzt haben – das Sundaschelf in Südostasien. Indizien dafür liefern 140.000 Jahre alte Fossilien, die am Meeresgrund vor der Küste Javas gefunden wurden. Sie zeugen erstmals von der Präsenz der Frühmenschen auf dieser damals freiliegenden Landbrücke. Doch sie widersprechen auch gängigen Annahmen, nach denen die Insel Java damals geografisch isoliert war – und werfen neue Fragen zur Frühgeschichte dieser Region auf.
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