NEUES AUS DER URZEIT
Wie „Junk-DNA“ unseren Kiefer formte
Warum ist unser Kiefer kleiner und zarter als der des Neandertalers? Die Antwort verbirgt sich nicht in den Genen, sondern in der vermeintlichen „Junk-DNA“– den nicht proteinkodierenden Abschnitten unseres Genoms –, wie Forscher entdeckt haben. Sie identifizierten dort drei einzelne DNA-Buchstaben, die beim Neandertaler eine verstärkte Entwicklung des Kiefers auslösen. Bei uns sind sie hingegen verändert und dadurch weniger aktiv.
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Warum ist unser Kiefer kleiner und zarter als der des Neandertalers? Die Antwort verbirgt sich nicht in den Genen, sondern in der vermeintlichen „Junk-DNA“– den nicht proteinkodierenden Abschnitten unseres Genoms –, wie Forscher entdeckt haben. Sie identifizierten dort drei einzelne DNA-Buchstaben, die beim Neandertaler eine verstärkte Entwicklung des Kiefers auslösen. Bei uns sind sie hingegen verändert und dadurch weniger aktiv.
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scinexx | Das Wissensmagazin
Wie "Dark DNA" unseren Kiefer formte
Ins Gesicht geschaut: Warum ist unser Kiefer kleiner und zarter als der des Neandertalers? Die Antwort verbirgt sich nicht in den Genen, sondern in...
Der farbig schillernde Ammolit-Schmuckstein ist extrem rar, aber weltweit begehrt. Was diesen seltenen Ammoniten-Relikten ihre Farbigkeit verleiht, haben Forscher jetzt aufgeklärt. Das Besondere dieses fossilen Perlmutts ist demnach nicht die Mikrostruktur seiner Kalkschichten – sie unterscheidet sich kaum vom modernen Perlmutt von Muscheln oder Perlen. Doch in einem anderen Merkmal gibt es entscheidende Unterschiede.
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Seit Jahrzenten streiten Paläontologen über vermeintlich halbwüchsige Exemplare des berühmten Tyrannosaurus rex. Jetzt bestätigt ein neu entdecktes Fossil: Diese Dinosaurier waren keine T-rex-Teenager, sondern gehörten zu einer anderen Art, dem Nanotyrannus. Damit erweisen sich viele Annahmen zum T-rex, seiner Entwicklung und der ökologischen Dominanz dieses Raubdinosauriers als falsch, wie Forschende in „Nature“ berichten.
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Weit oberhalb des Polarkreises haben Paläontologen das Fossil des nördlichsten bekannten Nashorns entdeckt. Epiaceratherium itjilik war klein, hornlos und streifte vor 23 Millionen Jahren durch die Wälder der damaligen Arktis. Seine außergewöhnlich gut erhaltenen Fossilien zeigen außerdem, dass Nashörner offenbar viel später als gedacht über Landbrücken von Europa nach Nordamerika gelangten.
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Zwei außergewöhnlich gut erhaltene Dinosaurier-Mumien aus den USA enthüllen Überraschendes. Denn die Fossilien von Edmontosauriern weisen nicht nur Haut, Stacheln und einen fleischigen Rückenkamm auf, sondern auch keilförmige Hufe an den Hinterfüßen. Diese Entenschnabel-Dinosaurier sind damit die ersten bekannten Reptilien mit Hufen. Ebenfalls ungewöhnlich ist, wie die Mumifizierung dieser Tiere ablief.
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In den argentinischen Anden haben Paläontologen ein nahezu vollständiges Skelett eines der ältesten Dinosaurier der Welt entdeckt. Huayracursor jaguensis lebte vor rund 230 Millionen Jahren – zu einer Zeit, als die Herrschaft der Dinosaurier gerade erst begann. Der Fund liefert zugleich Hinweise auf die ersten Schritte jener Entwicklung, die später zu den gigantischen Langhalsdinosauriern führte.
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2024 haben Paläontologen auf Mallorca das Fossil des ältesten Säugetiervorfahren entdeckt. Jetzt haben sie auch die Fußspuren dieses Gorgonopsiers gefunden. Die 270 Millionen Jahre alten Abdrücke verraten, dass Gang und Haltung dieses urzeitlichen Vierbeiners schon erstaunlich modern und säugetierähnlich waren. Das hundeähnliche Tier lief bereits mit senkrecht unter dem Körper stehenden Beinen und hatte größere Füße als Hände.
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Auf den ersten Blick ist das berühmte UNESCO-Weltnaturerbe Messel eher unspektakulär: Der ehemalige Ölschiefer-Tagebau in der Nähe von Darmstadt ähnelt einen ziemlich zugewachsenen Baggerloch. Dort, wo keine Pflanzen stehen, bedecken Schollen aus einem schmierigen, grau-bräunlichen Material den Boden – ähnlich einer unordentlichen Schuppenschicht. Kein Wunder, dass die Grube Messel beinahe als Mülldeponie genutzt worden wäre. Erst langer Protest und ein Formfehler der Planungsbehörde retten die Grube im Jahr 1990 vor diesem Schicksal – glücklicherweise.
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Kiefer einer Schlange, Körper eines Warans: In Schottland haben Paläontologen ein bisher einzigartiges Reptilienfossil entdeckt. Das 167 Millionen Jahre alte Fossil besitzt Merkmale von Schlangen, aber auch von Geckoartigen. Damit vermischt dieses Tier verschiedene, nur entfernt verwandte Äste des Reptilienstammbaums. Dies wirft Fragen zur Evolution der Schlangen auf. Handelt es sich um eine Ur-Schlange mit Beinen? Oder haben einige Echsen damals ein schlangenähnliches Gebiss entwickelt?
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Drei Meeressaurier-Fossilien aus der Nähe von Bamberg haben sich als neue Ichthyosaurier-Art entpuppt. Die drei bis vier Meter langen Exemplare gehören demnach zur seltenen Gattung Eurhinosaurus. Typisch für diese Ichthyosaurier ist eine schmale Schnauze mit drastischem Überbiss. Über ihre Lebensweise war jedoch bisher mangels Fossilfunden nur wenig bekannt. Die nun identifizierten Exemplare sind jedoch außergewöhnlich vollständig und zudem die jüngsten dieser Meeressaurier-Gattung.
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In der Mongolei haben Paläontologen das bisher älteste Exemplar eines Pachycephalosauriers entdeckt – eines Dinosauriers mit auffallend verdicktem Schädel. Das fast vollständig erhaltene Fossil ist rund 108 bis 115 Millionen Jahre alt und stammt von einem halbwüchsigen Dickkopfsaurier. Obwohl der Dino-Teenager noch nicht ausgewachsen war, hatte er schon einen deutlich ausgeprägten Kuppelkopf. Damit gibt er neue Einblicke in den Körperbau, das Wachstum und die Evolution dieser Art.
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Ein Bauer im marokkanischen Atlasgebirge bei Boulemane entdeckte ungewöhnliche Knochen, ohne zu ahnen, dass er damit eine wissenschaftliche Sensation auslöste. Die Fossilien, die er fand, stellten sich als Überreste des „ungewöhnlichsten Dinosaurier der Welt“ heraus und revolutionierten 150 Jahre Evolutionsforschung.
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Schon vor 295 Millionen Jahren fraßen sich Insektenlarven durch das Innere von urzeitlichen Blättern – rund 40 Millionen Jahre früher als bisher gedacht. Den Beleg dafür liefern fossile Pflanzenblätter aus Thüringen, die im Inneren klar erkennbare Fraßgänge von Insektenlarven aufweisen. Demnach haben sich Insekten mit diesem Minier-Verhalten deutlich früher entwickelt als angenommen. Es handelt sich möglicherweise um Spuren der ältesten Insektenplage der Erdgeschichte.
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Vor 150 Millionen Jahren machten zwei neugeborene Flugsaurier in Süddeutschland ihre ersten Flugversuche – mit tragischem Ausgang: Die Baby-Pterosaurier stürzten ab und starben. Doch ihre im Solnhofener Plattenkalk konservierten Fossilien haben nun ein großes Rätsel dieser berühmten Fossilfundstätte gelöst: Sie erklären, warum dort fast nur kleine, junge Pterosaurier-Exemplare gefunden werden, größere Skelette hingegen kaum.
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Auch unter Dinosauriern gab es schon Infektionen, wie nun 80 Millionen Jahre alte Fossilien aus Brasilien belegen. Die Knochen von mehreren großen Sauropoden zeigen deutliche Spuren einer Osteomyelitis – einer aggressiven Knochenentzündung, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Protozoen ausgelöst werden kann. Wahrscheinlich war sie sogar die Todesursache der Tiere. Aber wie steckten sich die Langhalsdinosaurier an?
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Schon vor 140.000 Jahren trafen Vertreter unserer Spezies und Neandertaler aufeinander und zeugten gemeinsame Kinder. Das belegt das fossile Skelett eines fünfjährigen Kindes, das Archäologen in einer Höhle in Israel entdeckt haben. Der Kopf dieses Kindes weist sowohl Merkmale des Homo sapiens wie des Neandertalers auf. Dies belegt, dass sich beide Menschenarten im Nahen Osten schon früher begegneten und miteinander kreuzten als bisher angenommen.
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In Äthiopien entdeckte Zahnfossilien zeugen von zwei noch unbekannten Menschenarten – und einer ungewöhnlichen Koexistenz. Denn einige der 2,6 bis 2,8 Millionen Jahre alten Zähne stammen von einem frühen Vertreter der Gattung Homo, andere hingegen von einem Australopithecus – einem zu diesem Zeitpunkt als längst ausgestorben geltenden Vormenschen. Diese Region war demnach ein Refugium für beide Menschenformen – sie lebten dort offenbar in Koexistenz, wie das Team in „Nature“ berichtet. Ob diese Vor- und Frühmenschen miteinander konkurrierten oder verschiedene Lebensstrategien hatten, ist noch offen.
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Nach dem Ende der Dinosaurier-Ära haben sich die ersten Primaten woanders entwickelt als gedacht. Statt im tropisch warmen Dschungel entstanden unsere Vorfahren in eher kaltem Klima mit frostigen Wintern, wie eine neue Studie zeigt. Um die kalte Jahreszeit zu überleben, hielten diese Ur-Primaten wahrscheinlich Winterschlaf. Doch überlebt und weiterentwickelt haben sich nur jene Primaten-Arten, die in wärmere Gefilde auswanderten. Ihnen verdanken wir unsere Existenz.
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Ein bei Stuttgart gefundenes Fossil hat sich als neue Art der Meeressaurier entpuppt. Das langhalsige Reptil Plesionectes longicollum schwamm vor 183 Millionen Jahren durch das Jurameer, war über drei Meter lang und ernährte sich wahrscheinlich von Fischen. Der Fund gilt als ältester Plesiosaurier der Region – und gehört sogar einer bislang unbekannten Gattung an.
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In Arizona haben Paläontologen ein komplettes Ökosystem aus der Zeit vor rund 209 Millionen Jahren entdeckt – samt ältestem Flugsaurier Nordamerikas. Dieser war ein gerade einmal taubengroßes Reptil, das bequem auf unserer Schulter hätte landen können. Die versteinerte Lebenswelt umfasst zudem zahlreiche Fische, eine urtümliche Schildkröte und menschengroße Amphibien. Die Fossilien stammen aus der Zeit kurz vor dem Massenaussterben am Ende der Trias – und verraten mehr über das Leben vor der Katastrophe.
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